Karls Erlebnis-Dorf: Vom Dorf zum Resort

Karls Erlebnis-Dorf: Vom Dorf zum Resort

Karls Erlebnis-Dorf soll Ferien-Resort werden

Wenn der letzte Bus aus dem Erlebnis-Dorf abfährt, macht sich bei vielen Gästen Wehmut breit: Viel zu schnell ist der spannende Tag in Elstal zu Ende gegangen. Geht es nach Robert Dahl und seinem Team, gehört das bald der Vergangenheit an. In einem eigenen Ferien-Resort werden die Besucher ab 2020 auch länger bleiben können.

Wo einst russische Soldaten ihre Übungen abhielten, wird das Erlebnis-Dorf zum „Karls Ferien-Resort“ ausgebaut. Auf dem riesigen Areal entstehen Wasserläufe, die auch zum Paddeln und Kanufahren geeignet sind. Um die Wasserläufe herum wachsen nach und nach ein Ferienhaus-Park und mehrere Hotels. Das erste Hotel erzählt liebevoll die Geschichte der Erdbeersorte „Mieze Schindler“: Prof. Otto Schindler aus Pillnitz, der erste Lehrer der Höheren Staatslehranstalt für Gartenbau Dresden, hat sie 1925 gezüchtet und nach seiner Frau Maria benannt, die den Spitznamen „Mieze“ trug. Als Grundlage dienten die Sorten „Lucida Perfecta“ und „Johannes Müller“ – die beide nicht mehr im Handel zu finden sind. Die Früchte der Mieze Schindler sind besonders lecker und aromatisch. Ein Musterzimmer dieser einzigartigen Unterkunft wird Anfang des zweiten Quartals 2019 vorgestellt. Reservierungen sind im Laufe des kommendes Jahres möglich. 2021 folgen dann die ersten Ferienhäuser in Form einer Erdbeere. Die vor allem aus Holz gefertigten Unterkünfte bieten vier bis sechs Personen Platz.

Ferienhäuser im Erdbeer-Look

Das „schönste Resort in Deutschland“, das Dahl hier plant, hat aber noch mehr zu bieten: Angedacht ist etwa eine Erdbeerpromenade, auf der Besucher in kleinen Geschäften Produkte lokaler Handwerker bewundern können. Und in den Wasserlandschaften können die Gäste im Sommer mit Kanu und Ruderboot fahren.

Auch das bestehende Erlebnis-Dorf wird erweitert – und zwar auf der westlichen Seite. Dort bieten neue gläserne Manufakturen Information und Unterhaltung zugleich. Denn jeder kann bei der Herstellung der Lebensmittel zuschauen.

Insgesamt soll sich das Parkgelände von sieben auf fast 80 Hektar vergrößern. „Investieren möchten wir mehr als 100 Millionen Euro“, sagt Dahl – und das innerhalb der nächsten vier bis neun Jahre. Statt den bisher rund 160 Mitarbeitern im Erdbeerhof sollen es dann durch den Freizeitpark am Ende bis zu 600 werden.

Badefreunde kommen aber auch vorher schon auf ihre Kosten: Im April eröffnet das neu gestaltete „Plansch-Land“ mit Wasserrutsche und insgesamt zehn Wasserattraktionen für Groß und Klein. In Karls Erlebnis-Dorf hat man niemals alles schon gesehen!