Bei Großveranstaltungen alles im Griff

Die Ruhe vor dem Sturm: Noch ist alles leer am Olympiastadion, Deutschlands größtem S-Bahnhof. Doch vor und nach Anpfiff eines Spieles branden hier zehntausende Menschen an. „Die meisten von ihnen kommen mit der S-Bahn“, sagt Einsatzleiter Peter Schön. Nur 400 Meter entfernt befindet sich die Leitstelle Olympiastadion der S-Bahn Berlin. Hier sorgt das Einsatzteam minutiös dafür, dass die Fahrgäste möglichst problemlos herfinden und ohne langes Warten wieder zurückkommen.

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Perfekte Zusammenarbeit

Fußballspiele, Sportveranstaltungen oder Konzerte: Schön und seine Mitarbeiter begleiten pro Jahr rund 50 Großveranstaltungen, zum Beispiel Fußball-Länderspiele. „Normalerweise fahren wir bei der Anreise der Fans mit zwölf Zügen, bei der Abreise mit 24 Zügen pro Stunde“, erklärt ein S-Bahn-Pressesprecher. Doch wenn besonders viele Menschen drängen, muss nachgeordert werden. Gut, dass die S-Bahn Berlin die Dienstwege kurz hält.

Verkehrsströme gezielt umleiten

Nach dem Spiel wollen alle Stadionbesucher gleichzeitig nach Hause. „Eine Abreise für alle innerhalb von einer Stunde ist gut“, sagt Schön. Nur eines haben die Logistikprofis nicht in ihrer Hand: Wenn das Fußballspiel oder Pop-Konzert in die Verlängerung geht. Dann müssen die ersten Sonderzüge leider leer wegfahren, sonst kommt der Plan durcheinander. Selbst das ist kein Drama, denn die Mitarbeiter lenken die strömende Menschenmenge gezielt an den Bahnsteig, von dem aus die nächste S-Bahn abfährt.

Schnell wieder nach Hause

Eine S-Bahn befördert bis zu 1.200 Menschen gleichzeitig in die Innenstadt – da leert sich der Bahnsteig schnell. Und schon nach etwas mehr als einer Stunde macht das Einsatzteam Feierabend – bis zum nächsten Großereignis.