Berlin, wie smart bist du?

Was wird umgesetzt im Bereich Digitalisierung und neue
Technologien und was fehlt? Die Expertenrunde beim
„Runden Tisch“ der Berliner Zeitung bot einen
Einblick in den „smarten“ Status quo der Stadt.

„Ich habe vor 42 Jahren meine Lehre gemacht und wenn ich mir ansehe, was heute im Vergleich zu damals alles anders ist, dann ist das erstaunlich!“, bemerkt Thomas Schäfer, technischer Geschäftsführer der Stromnetz Berlin GmbH, zum Auftakt der Gesprächsrunde. „Bei der Digitalisierung finden 80 Prozent der Prozesse bei uns in der Firma statt, deswegen brauche ich neue Prozesse, neue Technologien und digitale Lösungen.“

Christian Feuerherd, Geschäftsführer der Vattenfall Energy Solutions GmbH, wirft ein, dass es nicht mehr wie früher nur darum gehe, Prozesse schrittweise zu verändern: „Es kommen von vielen Seiten neue, innovative Geschäftsmodelle – sich darauf vorzubereiten und das darauf gerichtete Denken zu seinem täglichen Handwerkszeug zu machen, das ist ganz wichtig. Wir werden täglich mit neuen Wettbewerbern konfrontiert, die uns zwar nicht auf dem Reifegrad angreifen, auf dem wir uns befinden, aber stets kleine Bausteine hinzufügen und damit neue Produktwelten und Customer Journeys entwickeln. Deswegen ist es so wichtig, Großorganisationen fit zu machen, auch in Bezug darauf, wie jeder Einzelne sein tägliches Arbeiten erlebt, definiert und damit umgeht.“

 

Cybersecurity

Moderator Jörg Hunke will wissen, wie sicher Berlins Stromnetz eigentlich gegenüber Cyberattacken ist. Laut Schäfer hat Stromnetz Berlin schon vor fünf Jahren auf eigene Initiative den ersten Penetrationstest durchgeführt: „Wir fanden Punkte, aber unsere Infrastruktur hat den großen Vorteil, sehr verteilt zu sein. Ich habe in den Neunzigerjahren in Hamburg mit einem System gearbeitet, das völlig autark war. Da gab es keine Verbindung mit anderen IT-Netzen. Das war ein Gesetz. Dies geht heute nicht mehr, weil wir ganz anders zusammenarbeiten. Wir haben einen liberalisierten Markt, 500 verschiedene Lieferanten, mit denen wir kommunizieren müssen und deren Ergebnisse auch in unsere Netzführung miteinfließen. Die Welt wächst zusammen. Das ist eines der großen Themen, wie wir das weiterhin sicher machen können, mit unserem Sicherheitsanspruch, den wir noch aus der Vergangenheit haben. Da geht es auch um Kulturwandel.“

 

Kulturwandel als logische Entwicklung

Hannah Nöthig ist Geschäftsführerin und Chief Operating Officer der KIWI.KI GmbH, eines Berliner PropTech-Unternehmens, das ein System zum schlüssel- und berührungslosen Öffnen von Türen entwickelt hat. Sie findet das Thema Kulturwandel vor allem auf der Nutzerebene interessant: „Wie bekommen wir es als Gesellschaft hin, mit neuen Risiken zu leben, wie bekommen wir diese abgesichert? Dieser Kulturwandel auf der gesellschaftlichen Ebene nimmt die Unternehmen und die Nutzer dann automatisch mit.“

Einst habe er gedacht, als Unternehmen mit über 170 Jahren Tradition müsse man doch wissen, wie etwas bei den Kunden ankommt, erzählt Matthias Trunk, Vertriebsvorstand der GASAG. Da die Wünsche der Kunden aber immer differenzierter werden, kommen ständig neue Impulse, mit denen man sich auseinandersetzen muss. „Von Internetfirmen lernen wir, wie wertvoll die Auseinandersetzung mit dem Nutzen für den Kunden ist. Die Erkenntnisse daraus erfordern dann natürlich auch die Bereitschaft zu einer Veränderung bei den eigenen Prozessen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Innovationen vor allem in crossfunktionalen Teams über Hierarchiestufen hinweg erfolgreich umgesetzt werden können. Das ist eine andere Herangehensweise im Vergleich zu dem, was traditionell bisher üblich war.“

Neue Verbraucherwelten

Harald Fladischer, Head of Sales and Marketing bei der neXenio GmbH, einem Start-up, das in Kürze ein Produkt für verhaltensbasierte Authentifizierung auf den Markt bringen wird, betont, dass sich die Bedürfnisse des Kunden geändert haben. „Wenn man früher keinen Strom hatte und der Kühlschrank nicht funktionierte, war das ein Problem. Wenn ich heute keinen Strom habe und das Handy nicht aufladen kann, ist es ein Chaos. Wenn man sich als smartes Unternehmen früh mit dem Thema auseinandersetzt, was der Kunde will, und ihn bedient, wird man den Kunden auch behalten.“

Bereits frühzeitig hat sich sein Unternehmen mit Innovationen beschäftigt, die den Kunden zugutekommen, erzählt Martin Urban, Vorstand der Berliner Stadtreinigung (BSR): „Schon seit 2006 gibt es den elektronischen Rechnungsaustausch mit unseren Kunden in der Wohnungswirtschaft. Das spart nicht nur jede Menge Papier, sondern die Daten fließen bei den großen Wohnungsunternehmen direkt in die Betriebskostenabrechnungen. Das ist Kundenbindung in einer ganz anderen Form. Ein anderes Beispiel ist dagegen die Hochzeitstonne: Wenn man eine Party gibt, kann man diesen Extraservice bequem übers Internet bestellen. Wir waren das zweite Unternehmen in Deutschland, bei dem man überhaupt einen Container über das Internet bestellen konnte. Intern brauchen wir natürlich schlanke und intelligente Prozesse, müssen von Bürokratismen weg. Da geht es uns wie allen anderen größeren Unternehmen. Daran arbeiten wir im Moment intensiv.“

Aber auch die interne Kommunikation wird smarter, denn informierte und motivierte Beschäftigte sind wichtig, nicht nur für die BSR. Seit einem Jahr gibt es daher eine App für die Mitarbeiter: „Rund 3500 BSR-Beschäftigte sind auf den Straßen Berlins unterwegs. Seit Einführung der App wird diese von rund der Hälfte auch genutzt. Das bedeutet für uns, dass wir einen direkten, zeitnahen Kanal zu den Beschäftigten haben. Es ist unmittelbare Kommunikation auf Augenhöhe und heißt auch, dass wir uns manchmal warm anziehen müssen. Aber das ist zweifellos gut so.“

Ist smart sicher? So mancher Hausbesitzer traut der neuen smarten Technik noch nicht ganz. Nöthig erklärt, was beispielsweise KIWI sicher macht. „Wenn jemand seinen Transponder oder seine App nutzt, schickt das System eine Art verschlüsselte Frage an den Türsensor. Nur wenn die Frage richtig beantwortet wurde, lässt sich die Tür öffnen. Das Signal ändert sich mit jedem Öffnungsvorgang. Es ist viel einfacher, eine normale Tür aufzubrechen. Ein Einbrecher ist in der Regel in unter drei Minuten durch jede Tür.“

Die neXenio GmbH hat sich dieser Frage der Authentifizerung unter dem Namen SeamlessACCESS gestellt. „Die Art, wie ich mich bewege, ist einzigartig, also warum muss ich mich jedes Mal neu authentifizieren? Wir haben Smartphones oder Smartuhren. Ich authentifiziere mich am Tag achtzig- bis hundertmal – auf meinem Handy, im Büro, auf meinem Computer, im Auto. Das wird in Zukunft wegfallen durch SeamlessACCESS, wofür wir Sensoren verwenden, die schon seit über zehn Jahren auf dem Handy eingebaut sind. Die Herausforderung ist, beim Kunden Vertrauen dafür zu gewinnen.”

Nöthig betont die praktischen Vorteile eines solchen Systems: „In der alten Welt gibt es einen Schlüssel, der verloren gehen kann und mit dem jemand Fremdes ins Haus kommen kann. In der neuen Welt hat jemand die Berechtigung für einen Zugang. Wenn jemand Unberechtigtes einen Transponder hat, kann man den Transponder sperren und muss nicht ein ganzes Schließsystem auswechseln.”

Abfall, elegant gelöst. Ein Beitrag der BSR zum Smarthome sind laut Urban die sogenannten Unterflurbehälter, die in Neubaugebieten eingesetzt werden und auch, wo es geht, als Straßenpapierkörbe. Damit verschwindet der Müll zunächst einmal unter die Erde. Urban: „Die Behälter melden sich, wenn sie voll sind. Damit kommt die Müllabfuhr nicht immer montags oder donnerstags, sondern eben wenn der Behälter voll ist. Ab einer hinreichenden Behälterdichte ist das etwas, wovon alle etwas haben: die Umwelt, wir selbst durch das Sparen von Logistik, der Kunde, weil wir immer leeren und es keine tagelang vollen Tonnen gibt.“

Feuerherd denkt weiter in die Zukunft und überlegt laut, wie Prozesse wie dieser optimiert werden können: „Ich glaube, der Durchbruch wird kommen, wenn man verschiedene Technologien zusammenführt. Wenn man jetzt bei dem Beispiel von Herrn Urban bleibt, nutzt man vielleicht Predictive Analytics, um bereits drei Wochen vorher zu wissen, wann diese Tonne voll sein wird. Mit einer anderen Technologie, wie zum Beispiel autonom fahrenden Müllfahrzeugen oder Drohnen, wird es möglich, den Straßenverkehr zu entlasten. Wenn wir die Technologien, die wir heute zur Hand haben, vernetzt denken, statt sie singulär zu betrachten, bringt es die Smart City, aber auch das Smart Home auf eine ganz neue Stufe.”

Marschrichtung bestimmen

Schäfer betont, dass es notwendig sei, in die Diskussion mit der Stadt und der Verwaltung zu gehen, um die künftige Richtung zu bestimmen: „Wir müssen wissen, wo wir in Berlin eigentlich hinwollen, denn die Struktur, die wir jetzt aufbauen, wird 50 Jahre bestehen. Wenn wir heute falsch investieren, werden wir das leider in 20 Jahren feststellen.” Dr. Klaus Scho, Chief Executive Officer der Germandrones GmbH, sieht, wenn denn einmal die Infrastruktur steht, autonomes Fahren als eine der Innovationen auch in Berlin. Dass es dadurch weniger Autos geben wird, glaubt er jedoch nicht: „Die Leute werden sich ins Auto setzen und dabei etwas lesen, statt dass sie in die Bahn steigen.“

Feuerherd gibt zu bedenken, dass die Hauptstadt, wenn es denn so weitergeht, ausgebremst werden könnte: „Ich bin sicher, dass wir mit der digitalen Infrastruktur, die wir in der Stadt haben, in fünf Jahren am Ende sind, und neue Technologien, die zum Teil in anderen Ländern schon im Einsatz sind, gar nicht verwenden werden können. Wir brauchen 5G zum Beispiel für autonomes Fahren und all die tollen Sachen, die wir hier diskutieren, aber dazu braucht man die richtige Infrastruktur, das kommt nicht auf alten Kupferkabeln daher. Dazu braucht man Glasfaser. Wir haben jetzt bei Vattenfall einen Bereich gegründet, der genau das macht, Glasfaserkabel in die Stadt bringen. Wir müssen die infrastrukturellen Voraussetzungen für diese Technologien, über die wir reden, überhaupt erst einmal schaffen.“ Autonomes Fahren mit einer zu großen Latenz könne dazu führen, dass etwa ein Auto deutlich zu weit in eine Kreuzung fährt, fügt Feuerherd hinzu.

Ein Riesenthema sei Latenz, unterstreicht Dr. Scho. Autonomes Fahren sei über ein 4G-Netz nicht machbar, weil der Fahrer, bevor das Netz reagiert, schon zehn Meter weiter gefahren ist: „Es gibt eine Initiative des Senats, die Innovationscluster 5G Cluster, und dort untersucht man 5G-Technologien und erprobt neue Anwendungen. 5G wird man brauchen, und man muss dranbleiben, damit dies auch geschieht. Das ist es, was ich bemängele. Daten müssen transportiert werden, sie müssen ankommen.“

Es gebe viele kluge Ingenieure und Denker in Deutschland, überlegt Feuerherd, und vieles, was am Runden Tisch bisher besprochen wurde, habe seinen Ursprung zum Beispiel im Fraunhofer Institut und in deutschen Universitäten. Aber es gelinge zu selten, daraus auch kommerziell erfolgreiche Geschäftsmodelle zu entwickeln, von denen wir heute profitieren könnten. „Die USA sind eben gut im Vermarkten und Deutschland ist gut im Entwickeln“, stellt Nöthig fest. Trunk von der GASAG verrät als Lösungsvorschlag einen Motivationsspruch, der in der Runde Anklang findet: „Ich sage meinen Teams immer ‚Nobody is perfect, a team can be.‘ Zudem muss man bereit sein, mehr zu wagen.“ Es sei eben eine Art Tradition, meint Dr. Scho, die aber heute keinen Bestand mehr habe. Deutschland komme aus einer Geschichte, in der stets der Superspezialist gefördert wurde, mit einer klaren Trennungslinie zwischen Fachthemen. Das klappe heute nicht mehr. Ganz offensichtlich sei es mehr der Team-Approach, der heute funktioniert, fasst Fladischer zusammen: „Früher gab es den Spezialisten, der auch dafür kompensiert wurde und überhaupt nichts anderes machen durfte. Heute hast du das Team, das gemeinsam gewinnt oder verliert.“

Neue Infrastruktur braucht das Land. Vielleicht wird das Thema Smart City an diesem Tisch aus einer zu zentralen Sicht diskutiert, gibt Christian Feuerherd zu bedenken: „Nehmen wir mal die neuen Elektroroller – die hat nicht die Stadt initiiert, da gab es Firmen, die hier einen Markt dafür gesehen haben. Ich glaube, dass eine Smart City sich aus individuellen Entscheidungen der verschiedensten Akteure entwickeln wird. Die Stadt kann dafür die richtigen Rahmenbedingungen schaffen und Infrastrukturvorhaben fördern, die die Grundlage der Smart City von morgen bilden.“ Trunk unterstreicht den Einwurf: „Wenn Sie von Infrastruktur sprechen, die ich vollkommen unterstütze, heißt das eben auch Wettbewerb, Marktwirtschaft und Technologieoffenheit. Und Technologieoffenheit ist wichtig, um der besten Lösung eine Chance zu geben.“

Visionen und Wünsche

Wo sehen die Teilnehmer des Runden Tisches Berlin in fünf Jahren und was ist die größte Herausforderung? Für Hannah Nöthig wird ein großer Punkt die Konnektivität sein: „Es ist nicht smart, einfach eine Sache zu steuern, es ist smart, dass sich eine Sache automatisch steuert, weil etwas gerade passiert ist und eine Reaktion darauf erfolgt. Die größte Herausforderung ist aus meiner Sicht die logische Vernetzung. Ich halte das für durchführbar und denke, es ist realistisch, dass wir da in Berlin auch einen gewissen Stand erreichen. Es ist ein Optimum, aber ob wir das in fünf Jahren erreichen, ist fraglich. Vielleicht in zehn Jahren.“

Christian Feuerherd hält Berlin schon heute für eine großartige Bühne, die für Technologieanbieter attraktiv ist: „Wir sind hier in Berlin schon in vielen Dingen schnell, zwar noch nicht international, aber deutschlandweit. Wir müssen das weiterhin ermöglichen und befördern, etwa im Bereich 5G. Damit schafft man eine Plattform für viele gute Innovationen, die hier entstehen oder auch hierher gebracht werden. Zudem denke ich, dass man im Bereich Wagniskapital mehr Möglichkeiten schaffen sollte. Das ist es, was junge Unternehmen brauchen, um Ideen groß werden zu lassen und da auch mal ins Risiko zu gehen. Wir sind im Bereich Venture-Capital-Finanzierung noch nicht stark genug, und das ist einer der Hinderungsgründe, warum wir es nicht schaffen, in Deutschland wirklich gute Ideen auch wirklich groß zu machen. Berlin gehört zwar europaweit zu den Top-3-Start-up-Städten, aber wir müssen europaweit weiterhin Schritt halten und international deutlich aufholen.“

Er höre immer ganz viele tolle Sachen, die die Stadt vorhat, und würde da auch eigentlich alles unterschreiben, aber, so Martin Urban, „im Endeffekt kommt es auf etwas an, das sich relativ altmodisch anhören mag: eine funktionierende Verwaltung. Das ist das A und O. Dazu gehören dann auch die Stellen, die Anträge für Glasfaserkabel im Boden bearbeiten. Ich meine auch, dass Verwaltung eine dienende Funktion hat. Wenn es da einen Kulturwandel gäbe, würde das uns allen helfen, voranzukommen.”

Trunk wünscht sich für diese Stadt Technologieoffenheit, damit Zukunft gemacht und wettbewerblich errungen werden kann: „Ich glaube ganz fest an neue Partnerschaften und sehe Riesenchancen in der Digitalisierung.“

Dr. Klaus Scho sieht eindeutig Handlungsbedarf bei der Infrastruktur, da dürfe die Stadt nichts verhindern. Und er fügt hinzu: „Dass Berlin, was Start-ups angeht, zu den führenden Städten zählt, hat ganz sicherlich nichts mit der Arbeit des Senats zu tun. Das hat woanders stattgefunden, und es ist komplett vorbei an dem, was gewollt wurde. Das Kapital ist übrigens da, da bin ich ganz sicher. Es dürfen einfach keine Hürden aufgebaut werden, die müssen weg. Wir müssen weg von den Bedenkenträgern – es muss gemacht werden. Auch eine funktionierende Verwaltung wäre schön.“

Unsere Gesellschaft muss erst lernen, mit neuen Risiken umzugehen.

Für Thomas Schäfer war es ein Städtetrip, der ihn nachhaltig beeindruckt hat und den er als Beispiel anführt: „Ich wünschte, dass Berlin in fünf Jahren so weit ist wie Kopenhagen – eine funktionierende Stadt mit vielen digitalen Produkten, wo ich in der Lage war, sehr schnell nachzuvollziehen, was ich dort für Möglichkeiten habe. Das gilt unter anderem für die Themen Vernetzung und ÖPNV. Dies sind alles Punkte, die wir technologisch entwickeln, aber uns in den Rahmenbedingungen so verzetteln, dass sie nicht auf die Straße kommen.“ Schäfer erläutert auch, wo es seiner Ansicht nach hakt: „Ich habe letztes Jahr den regierenden Bürgermeister gefragt, wie lange Berlin sich diesen Luxus noch leisten will, eine Senatsverwaltung und eine Bezirksverwaltung zu haben, wo die eine partout nicht das macht, was die andere möchte. Das ist etwas, das wir auch als Infrastrukturbetreiber merken. Wir haben auf Senatsebene weniger Probleme, als wenn wir in die Bezirke gehen.“

Fladischer glaubt, dass Berlin in fünf Jahren eine Smart City sein wird, und zwar insbesondere für die Touristen. „Das ist etwas, das läuft, da wird viel umgesetzt und die Politik investiert, das merken wir nur nicht. Mein Wunsch ist, die Smart City nicht nur für Touristen, sondern auch für die Bewohner zu schaffen. Diese Kluft, die besteht und die Gefahr hat, immer größer zu werden, müsste geschlossen werden.“ 

Die Lösung für smarte Technologie liegt in der Kombination verschiedener Techniken.

Statements der Teilnehmer

Matthias Trunk

„Von Internetfirmen lernen wir, wie wertvoll die Auseinandersetzung mit dem Nutzen für den Kunden ist.“

Matthias Trunk, Vertriebsvorstand, GASAG AG
Hannah Nöthig

„Es ist nicht smart, einfach eine Sache zu steuern, es ist smart, dass sich eine Sache automatisch steuert.“

Hannah Nöthig, Geschäftsführerin & Chief Operating Officer, KIWI.KI GmbH
Martin Urban

„Intern brauchen wir, wie alle anderen größeren Firmen, weniger Bürokratie, schlanke und intelligente Prozesse – daran arbeiten wir intensiv.“

Martin Urban, Vorstand, Berliner Stadtreinigungsbetriebe AöR
Christian Feuerherd

„Wir sind hier in Berlin in vielen Dingen schon schnell, zwar noch nicht international, aber deutschlandweit.“

Christian Feuerherd, Geschäftsführer, Vattenfall Energy Solutions GmbH
Thomas Schäfer

„Ich wünschte, dass Berlin in fünf Jahren soweit ist wie Kopenhagen – eine funktionierende Stadt mit vielen digitalen Produkten!“

Thomas Schäfer, technischer Geschäftsführer, Stromnetz Berlin GmbH
Dr. Klaus Scho

„Die Leute werden sich ins Auto setzen und dabei etwas lesen, statt dass sie in die Bahn steigen.“

Dr. Klaus Scho, Chief Executive Officer, Germandrones GmbH
Harald Fladischer

„Früher gab es Spezialisten. Heute hast du das Team, das gemeinsam gewinnt oder verliert.“

Harald Fladischer, Head of Sales and Marketing, neXenio GmbH