Heute Baustelle, morgen Badespaß

Marzahn

Gebaut wird derzeit in der Schwimmhalle Helene-Weigel-Platz „Helmut Behrendt“ in Marzahn – dort waren die Fliesen im Schwimmbecken marode. Da ein Neuauskleiden des Beckens mit neuen Fliesen aber enorm aufwändig und sehr teuer gewesen wäre, wird ein Edelstahlbecken eingesetzt. Ursprünglich sollte dieses in das alte Becken hineingebaut werden und die Arbeiten im November 2019 beendet sein. Nun hat sich herausgestellt, dass der gesamte Aufbau des Beckens marode ist und vor dem Einbau des Edelstahlbeckens entfernt werden muss. Das Bad wird deshalb erst 2020 öffnen.

Tiergarten

Das Stadtbad Tiergarten an der Seydlitzstraße wird seit Juni 2019 instandgesetzt und ausgebaut. Dabei wird unter anderem die bestehende Schwimmhalle durch einen Wintergarten und das Sprungbecken durch eine Kletterwand ergänzt. Mit Unterstützung des Bezirksamtes Mitte entsteht erstmals ein Außenbereich mit 25-Meter-Becken und Kinderplansche. Die Sanierung des Bades unweit vom Hauptbahnhof wird bis 2021 dauern, allein die Bäderbetriebe zahlen dafür 12 Millionen Euro. Aktuell ist es das größte Bauvorhaben der Berliner Bäder.

Reinickendorf

Die Sanierung vom Paracelsus-Bad in Reinickendorf ist das zweite Großprojekt der Berliner Bäder, das im Sommer 2019 begann. Das fast 60 Jahre alte, denkmalgeschützte Bad an der Roedernallee wird komplett instandgesetzt – sowohl der Bau selbst als auch die Technik. Aufwändig gestaltet sich die Berücksichtigung des Denkmalschutzes. Dieser sieht vor, dass an der Fassade Fliesen derselben Art verbaut werden wie zur Entstehungszeit des Bades. Die Baukosten betragen acht Millionen Euro. Die Sanierung soll 2021 beendet sein.

Friedrichshain

Die Schwimmhalle Holzmarktstraße in Friedrichshain wird abgerissen und neu gebaut. Die Schwimmhalle aus DDR-Zeiten musste im Herbst 2018 wegen Baumängeln schließen. Um einen Neubau zu finanzieren, wollen die Bäder-Betriebe einen Teil des Grundstücks verkaufen und davon die Kosten für den Ersatzbau decken. Käufer soll die landeseigene Berlinovo sein, die auf der neuen Schwimmhalle Apartments für studentisches Wohnen plant und Gewerbe. Derzeit laufen die Vorabsprachen mit dem Abgeordnetenhaus, um alle rechtlichen Rahmenbedingungen für den Neubau zu schaffen.

Tempelhof

Das Stadtbad Tempelhof an der Götzstraße ist Teil des Großprojekts „Neue Mitte Tempelhof“, bei dem das Viertel zwischen Götzstraße und Rathaus Tempelhof dichter bebaut werden soll. Dafür sollen etliche Gebäude umziehen, auch das Stadtbad Tempelhof. Das 1963 errichtete Bad hat hohen Sanierungsbedarf und soll an anderer Stelle neu gebaut werden. Auch dieses Bad soll vorwiegend für den Schul- und Vereinssport genutzt werden. Als Neubaukosten für das Bad werden 18,7 Millionen Euro angegeben, ein Eröffnungstermin steht noch nicht fest.

Mariendorf

Gebaut werden soll auch auf dem Gelände vom Kombibad Mariendorf am Ankogelweg. An Stelle des Kombibades entsteht ein Multifunktionsbad mit einem Ganzjahres-Außenbecken sowie ein 50-Meter-Becken als Sommerbad. Gemeinsam mit dem Bauvorhaben in Pankow (siehe unten) stehen 85 Millionen Euro bereit. Nach jetzigen Vorstellungen könnte das neugebaute Kombibad Mariendorf Ende 2024 seinen Betrieb aufnehmen.

Pankow

Auf dem Gelände vom Sommerbad Pankow an der Wolfshagener Straße wird ein Multifunktionsbad mit einer separaten Schwimmhalle für das Schul- und Vereinsschwimmen gebaut. So kann der Standort künftig ganzjährig betrieben und zugleich der gestiegene Bedarf im Berliner Nordwesten abgedeckt werden. Außerdem wird die Sonnenterrasse im Bad instandgesetzt. Sie ist prägend für das Gesamtbild des Sommerbades, aber wegen ihres schlechten baulichen Zustandes seit vielen Jahren gesperrt. Das erweiterte Sommerbad Pankow könnte Ende 2025 in Betrieb gehen.